Starke Leistungen beim 39. Austria Triathlon Podersdorf


Der 39. Austria Triathlon in Podersdorf lockte am vergangenen Wochenende rund 2.800 Athlet:innen aus mehr als 40 Nationen an den Neusiedler See und sorgte mit einem neuen Teilnehmerrekord für ein beeindruckendes Sportfest. Sommerliche Temperaturen und teilweise kräftiger Wind forderten den Teilnehmer:innen alles ab.

Geschwommen wurde im Badesee der St. Martins Therme, ehe die Athlet:innen die flache, aber äußerst windanfällige 180-Kilometer-Radstrecke in Angriff nahmen. Der abschließende Marathon führte über die berüchtigte „Hölle von Podersdorf“, die mit wenig Schatten nicht nur körperlich, sondern auch mental höchste Anforderungen stellte.

Persönliche Bestzeit für Silke Danninger

Eine herausragende Leistung zeigte Silke Danninger (41), Pädagogin an der MS Ternberg, zweifache Mutter und Athletin des ASKÖ Laufrad Steyr sowie des LAC BMD Amateure Steyr. In ihrer erst zweiten Triathlonsaison und bei ihrer zweiten Langdistanz gelang ihr mit einer Gesamtzeit von 11:12:35 Stunden eine neue persönliche Bestleistung.

Damit verbesserte sie sich gegenüber ihrem Langdistanz-Debüt im Vorjahr in Klagenfurt um beeindruckende 1:10:41 Stunden. Besonders bemerkenswert: Noch wenige Wochen vor dem Rennen war ihr Start aufgrund einer Verletzung ungewiss. Den Ironman Klagenfurt hatte sie verletzungsbedingt überhaupt auslassen müssen.

„Deshalb bin ich völlig ohne Erwartungen ins Rennen gegangen. Im Vordergrund stand für mich die Freude, endlich wieder schmerzfrei das machen zu können, was ich liebe“, erzählt Silke.

Von Beginn an lief für sie alles nach Plan. „Ich war den ganzen Tag im Flow und hatte unglaublich viel Spaß. Immer wieder habe ich mir gedacht, wie leicht sich alles anfühlt.“

Bereits auf dem Rad bemerkte sie ihre außergewöhnlich starke Form: „Ich habe mir ständig gedacht: Wow, unglaublich – wie stark bist du heute, Silke? Und was fährst du bitte für einen Schnitt mit so lockeren Beinen?“ Immer wieder musste sie während des Rennens grinsen, weil sie selbst kaum glauben konnte, wie stark sie unterwegs war.

Ihre Teilzeiten:

  • 3,8 km Schwimmen: 1:19:07 Stunden
  • 180 km Radfahren: 5:45:11 Stunden
  • 42,2 km Laufen: 3:59:18 Stunden

Mit dem Marathon unter der magischen Vier-Stunden-Marke erfüllte sich Silke ein weiteres großes Ziel. Bis Kilometer 28 lief alles wie geplant, danach wurde das Rennen deutlich härter.

„Mir war bewusst, dass es aufgrund der fehlenden Laufeinheiten schwierig werden könnte. Aber als ich merkte, dass die Rechnung aufging und die vier Stunden möglich sind, wollte ich alles dafür geben.“

Mit einer Marathonzeit von 3:59:18 Stunden gelang ihr dieses Vorhaben schließlich denkbar knapp.

Am Ende durfte sich Silke über Rang 10 in der Damen-Gesamtwertung sowie über Platz 3 in der Altersklasse W40 freuen. Besonders wertvoll macht diesen Erfolg die Tatsache, dass ihre Eltern und Kinder vor Ort mitfieberten.

„Keine Magenprobleme, keine muskulären Schwierigkeiten – es war einfach ein perfekter Renntag.“

Der Traum von Hawaii lebt weiter

Für die Zukunft hat sich die Steyrerin bereits neue Ziele gesetzt. Die Qualifikation für die Age-Group-Europameisterschaft über die Standarddistanz in Kitzbühel hat sie bereits geschafft. Langfristig peilt sie eine Langdistanzzeit unter 10:45 Stunden an.

Der große Traum bleibt jedoch die Teilnahme an der Weltmeisterschaft auf Hawaii.

„Mein Traum geht weiter. Schritt für Schritt.“

Ein Satz, der ihre Einstellung perfekt beschreibt: „Der Triathlon hat mir wieder bewiesen: Alles beginnt mit dem Glauben an sich selbst. Wer diesen Mut aufbringt, niemals aufgibt und immer weitergeht, macht das Unmögliche machbar. Wenn Aufgaben mit Leidenschaft und echtem Herzblut angepackt werden, wird am Ende oft alles viel leichter, als man es zuvor für möglich gehalten hätte.“

Starke Laufrad-Ergebnisse auch bei den Staatsmeisterschaften

Sportlicher Höhepunkt des Wochenendes waren zudem die Österreichischen Staatsmeisterschaften über die Mitteldistanz. Auch hier überzeugten Athlet:innen des ASKÖ Laufrad Steyr mit hervorragenden Leistungen.

Sebastian Grünmüller erreichte in 4:27:16 Stunden den 37. Gesamtrang und belegte Platz 6 in der Altersklasse M40.

Sandra Steinwender glänzte mit einer Zeit von 4:49:17 Stunden, wurde Gesamtneunte und schaffte mit Rang 2 in der Altersklasse W40 sogar den Sprung aufs Podium.

Kurze Zusammenfassung der Erfolge

  • Silke Danninger: 11:12:35 Stunden (PB)
  • Platz 10 Damen gesamt
  • Platz 3 AK W40
  • Marathon unter 4 Stunden (3:59:18)
  • Qualifikation für die Age-Group-EM in Kitzbühel
  • Sebastian Grünmüller: Platz 6 AK M40 bei den Staatsmeisterschaften
  • Sandra Steinwender: Platz 2 AK W40 bei den Staatsmeisterschaften

Ein Wochenende voller persönlicher Bestleistungen, starker Vereinsresultate und eindrucksvoller Beweise dafür, dass Träume mit Leidenschaft, Geduld und Beharrlichkeit Schritt für Schritt Wirklichkeit werden können.

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